Karl Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730)



Karl Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730)


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-I-14
Bezeichnung: Karl Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730)
Künstler / Hersteller: Christoph Labhardt (1644 - 1695)
Datierung: um 1690
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: rötlich bis leicht violettbraun, wolkig mit Sprenkeln
Maße: 7,14 x 5,41 x 1,62 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ E): "126";


Katalogtext:
Brustbild eines Fürsten vom Ende des 17. Jahrhunderts, ins Profil nach rechts gestellt. Bekleidet mit Gewand und einem Umhang, dessen Falten auf der Schulter kunstvoll in gezackter Manier drapiert sind (vgl. die Bergkristallschale Meyer 1973, Nr. A-1, Detailaufnahme Taf. 4,3-4). Das lange gelockte Haar der Allongeperücke fällt tief in den Nacken und auf die Brust.
Meyer hält den Dargestellten möglicherweise für Landgraf Karl in mittleren Lebensjahren (Meyer 1973, Nr. B-4). Bei der gruppenspezifischen Besprechung (Meyer 1973, S. 92-96) schreibt er das Stück in seiner sorgfältigen, differenzierenden Detailausarbeitung sicherlich zu Recht dem Hofsteinschneider Christoph Labhart zu. Charakteristisch ist auch hier, wie das Profil beinahe senkrecht zum Grund hin abbricht, wodurch ein annähernd rechtwinkliger Steg entsteht.
Die Identifizierung wird bestätigt durch den Karlstypus einer Medaille von Arondeaux auf den Entsatz von Rheinfels (Schütz 1993-2000, Teil 1, Nr. 1327) von 1693. Direkt vergleichbar, lediglich mit abweichendem Schulterabschluß, ist auch der Steinschnitt B XVI. Tab. B-I-11. Unterschiedlich sind die Steinfärbung und das Format.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXIV. 14.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. I. 14.
  • Verzeichniß der aus der Gemmen=Sammlung in den Preziosenschrank versetzten geschnittenen Steine und Muscheln, die unterstrichenen sind nicht gefaßt, Cassel, den 19. April 1881. A. Lenz. SMK, Archiv HLM. 1881, Nr. IV. 126.
Literatur:
  • Meyer, Klaus-Heinrich: Studien zum Steinschnitt des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Werkstatt am Hofe von Hessen-Kassel in den Jahren 1680–1730. Hamburg 1973, S. 92-96, Kat.Nr. Nr. B-4, Taf. 7,5.
  • Schütz, Artur: Die hessischen Münzen des Hauses Brabant. Teil I (1247-1308). Kassel 1993, Kat.Nr. 1327.


Letzte Aktualisierung: 13.03.2026



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