Judith mit dem Haupt des Holofernes
Judith mit dem Haupt des Holofernes
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-I-18 |
| Bezeichnung:
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Judith mit dem Haupt des Holofernes |
| Künstler / Hersteller:
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Johann Albrecht Lavilette (1667 - 1743)
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| Datierung:
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Ende 17./Anfang 18. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Kassel |
| Material / Technik:
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mehrschichtig: Inkarnat, Hand, Haar der Judith, ihre Brosche, der Schwertgriff und das Haupt des Holofernes blaßgelblich bis grau, die übrigen Teile der Darstellung sowie der Grund graubraun bis dunkelbraun; der braune Stein ist am Hinterkopf der Judith als eine Art Haube verwendet |
| Maße:
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5,95 x 2,96 x 0,97 cm (Objektmaß)
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Katalogtext:
Judith mit dem Haupt des Holofernes als Halbfigur nach rechts. Sie ist mit einem Umhang bekleidet, der in großflächigem Faltenwurf fällt und an ihrer linken Schulter durch eine Brosche gehalten wird. In ihrer rechten Hand hält sie ein Schwert, dessen Griff stilisiert angedeutet ist. Unter der schwerthaltenden Hand liegt undeutlich und schwer erkennbar das abgeschlagene Haupt des Holofernes.
Meyer beschreibt "die geblähte Backen-Kinn-Hals-Partie, die spitze Nase, sowie die Augenbildung" und begründet damit die Verwandtschaft mit den Kameen seiner Steinschnittgruppe "F" (Meyer 1973, S. 116-119). Dabei handelt es sich um acht Kameen mit senkrecht verarbeiteten Steinschichten (B XVI. Tab. B-V-8, B XVI. Tab. B-V-9, B XVI. Tab. B-V-10, B XVI. Tab. B-V-12, B XVI. Tab. B-V-13, B XVI. Tab. B-V-14, B XVI. Tab. B-V-38, B XVI. Tab. B-V-40), die er Johann Albrecht Lavilette, dem Schüler von Christoph Labhart, zuschreibt. Als weitere Zuschreibung an Lavilette erwähnt Meyer einen Commesso mit ähnlichen Gesichtszügen (Meyer 1973, Nr. G-2).
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXIV. 18.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. I. 18.
- Verzeichniß der aus der Gemmen=Sammlung in den Preziosenschrank versetzten geschnittenen Steine und Muscheln, die unterstrichenen sind nicht gefaßt, Cassel, den 19. April 1881. A. Lenz. SMK, Archiv HLM. 1881, Nr. IV. 130.
Literatur:
- Meyer, Klaus-Heinrich: Studien zum Steinschnitt des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Werkstatt am Hofe von Hessen-Kassel in den Jahren 1680–1730. Hamburg 1973, Kat.Nr. Nr. E-7, Taf. 14,7.
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026