Weiblicher Kopf



Weiblicher Kopf


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-III-18
Bezeichnung: Weiblicher Kopf
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: um 1600
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: unbestimmt
Material / Technik: hauptsächlich in hellem Grau-Beige mit streifig-weißen Partien
Maße: 3,53 x 2,32 x 0,9 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Dieses singuläre Stück ist ikonographisch und stilistisch schwer bestimmbar. Der wohl weibliche Kopf ist in strengem Linksprofil mit angedeutetem Gewandansatz am Hals konzipiert. Die Haare sind in ornamentaler Manier mit zahlreich abgetrennten Bändern angeordnet, mit vertieft gebohrter Punktmusterung (Interpretation als Haarnetz oder Haube), ähnlich den Frisuren archaischer Kuroi, das Ohr ist ornamental ausgespart, in den Nacken reicht ein Zopf mit derselben Reihung wie am gesamten Kopf.
Völkel identifiziert die Darstellung mit Sabina, der Gemahlin Hadrians. Pinder spricht lediglich von einem weiblichen Porträt. Bisher konnte noch keine verwandte Kamee gefunden werden.
Auffallend und selten ist der weiße Karneol als Material. Der Zapfen auf der Rückseite weist auf eine ehemalige Befestigung hin.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. I. 18.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. III. 18.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. I. 18.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 12.03.2026



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