Kopf eines römischen Kaisers



Kopf eines römischen Kaisers


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-III-33
Bezeichnung: Kopf eines römischen Kaisers
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 17. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Italien
Material / Technik: zweischichtig: porzellanweißes Relief auf hellem transluzidem Grund; auffallend dünne Grundplatte
Maße: 2,58 x 1,8 x 0,44 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Ein typisches und auf Kameen verbreitetes Imperatorenbild steht hier vor uns. Der ins Rechtsprofil gewendete Kopf hat eine hohe Stirn und eine leicht gekrümmte Nase. Am Hals noch der Gewandansatz, über der rechten Schulter ist das Paludamentum mit einer kleinen Fibel befestigt. Auf dem in Strähnenreihen angelegten Haar ein Lorbeerkranz, das Ohr liegt frei. Der Lorbeerkranz, das kaiserliche Attribut, hat eine zum Nacken hin herabhängende Schleife.
Völkel bezeichnet den Imperator als "Caracalla", Pinder einschränkend als "Kopf mit Imperator (angeblich Caracalla)". Caracalla wurde nur in seiner frühesten Jugend unbärtig dargestellt. Auch bei dieser Kamee sind wie bei zahlreichen anderen Stücken "die Physiognomien von Imperatoren wenig charakteristisch, daß eine Benennung der Dargestellten nicht möglich ist" (Weber 1995, S. 77). Wahrscheinlich ist hier der junge Caracalla gemeint.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. I. 33.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. III. 33.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. I. 33.
Literatur:
  • Fritz Eichler; Ernst Kris: Die Kameen im Kunsthistorischen Museum (Publikationen aus den Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Bd. II). Wien 1927, Kat.Nr. Nr. 357-368, Taf. 53 (Serie mit 12 römischen Imperatoren).
  • Ingrid S. Weber: Geschnittene Steine des 18. bis 20. Jahrhunderts. Vergessene Kostbarkeiten in der Staatlichen Münzsammlung München. München 1995, S. 77.


Letzte Aktualisierung: 16.03.2026



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