Geißelung Christi
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-II-9 |
| Bezeichnung:
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Geißelung Christi |
| Künstler / Hersteller:
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Miseroni-Werkstatt
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| Datierung:
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2. H. 16. Jh.; Fassung zeitgleich |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Mailand oder Prag |
| Material / Technik:
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dunkelgrün mit roten Einschlüssen |
| Maße:
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ohne Fassung 3,39 x 2,66 x 0,69 cm (Objektmaß) mit Fassung 3,75 x 3 cm (Objektmaß) mit Öse 4,8 cm (Länge)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ C): "628";
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Katalogtext:
Der gefesselte bärtige Christus steht in der Mitte, zwischen zwei ihn geißelnden, Ruten schwingenden Schergen. Alle drei Figuren sind nur mit einem Lendentuch bekleidet. Die Arme Christi sind an die nur durch eine Basis angedeutete Geißelsäule gebunden. Sein Oberkörper ist im Schmerz nach vorne gebeugt. Die Szene wird durch einen sichelförmig gebogenen Bodenstreifen zusammengefaßt. Die Beschränkung auf drei Figuren ist die knappste Form der Darstellung des Themas (LCI 1968-1976, Bd. 2, S. 127).
Ein verwandter Kameo in derberer Form befindet sich in St. Petersburg (Kagan 1973, Nr. 56) und wird dort als "16. Jahrhundert und deutsch" eingeordnet. Weniger ähnlich die beiden Darstellungen der Geißelung Christi aus Chalcedonachat bei Eichler/Kris und bei Dalton (Eichler/Kris 1927, Nr. 163; Dalton 1915, Nr. 21).
Das Kasseler Stück ist sicherlich im Prager Umkreis entstanden. Es handelt sich um einen eindrucksvollen Steinschnitt, der durch eine besondere Goldfassung herausgehoben wurde, deren Wirkung durch das verlorene Email gelitten hat.
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VI. 9.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. II. 9.
- Verzeichniß der aus der Gemmen=Sammlung in den Preziosenschrank versetzten geschnittenen Steine und Muscheln, die unterstrichenen sind nicht gefaßt, Cassel, den 19. April 1881. A. Lenz. SMK, Archiv HLM. 1881, Nr. V. 628.
Literatur:
Gold, Email; schmaler Goldreif, in den Vertiefungen des gekörnten Randes abwechselnd schwarzes und weißes Email; zur Rückseite hin zur Befestigung kleine Zacken ringsum; Öse mit beweglichem Ring
Letzte Aktualisierung: 13.03.2026