Johannes der Täufer



Johannes der Täufer


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-II-25
Bezeichnung: Johannes der Täufer
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 1. H. 13. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Byzanz
Material / Technik: dreischichtig: hellbraunes Relief auf weißem Grund, abgekantete Grundplatte hellbraun bis mittelbraun
Maße: 2,26 x 1,5 x 0,65 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: im Feld links und rechts: (griechische Buchstaben; (schwer lesbar));
rückseitig Aufkleber (Typ E): "I 11";


Katalogtext:
In flachem Relief gearbeitete frontalansichtige und ganzfigurig Darstellung des bärtigen Johannes Baptista mit dem härenen Bußgewand (als Johannes in die Wüste ging, um dort ein Leben der Buße zu führen, trug er ein Gewand aus Kamelhaaren (Markus 1,6). Darüber ein vorne offener Umhang. Der Stand wirkt wegen des Fehlens einer Bodenplatte oder Standlinie leicht schwebend. In seiner Rechten hält er diagonal vor sich einen langen Stab, mit der linken Hand eine Schriftrolle.
Wentzel faßt den kleinen Stein mit einer Gruppe von Sardonyxkameen zusammen (B XVI. Tab. B-II-14, B XVI. Tab. B-II-22, B XVI. Tab. B-II-25, B XVI. Tab. B-II-28, B XVI. Tab. B-II-29), hält alle fünf für byzantinisch und datiert sie in die 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts (Wentzel 1960, S. 93).
Die Buchstaben links und rechts der Johannesfigur sind unauffällig und undeutlich eingeritzt und daher schwer lesbar.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VI. 25.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. II. 25.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. I. 11.
Literatur:
  • Wentzel, Hans: Die byzantinischen Kameen in Kassel. Zur Problematik der Datierung byzantinischer Gemmen. In: Mouseion. Studien aus Kunst und Geschichte für Otto H. Förster (1960), S. 88-96, S. 93, Kat.Nr. 84.


Letzte Aktualisierung: 12.03.2026



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