Christuskopf



Christuskopf


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-II-30
Bezeichnung: Christuskopf
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 13./14. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: unbestimmt
Material / Technik: dreischichtig: Haare und Hintergrund aus der hellbraun-orangefarbenen Schicht, Inkarnat aus der weißen Schicht mit zarter Orangetönung an Bart und Schläfe; Übergang am Oberkopf vom Haar zum Grund hin unregelmäßig abgearbeitet
Maße: 2,5 x 1,65 x 0,73 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Das Gesicht des im strengen Profil nach links dargestellten Kopfes ist, vor allem im Bereich der Augen, ausdrucksvoll gearbeitet. Die Spitze des eleganten Bartes ist nach vorne gebogen. Das lange Haar fällt in Strähnen und ist in Einzellocken mit einer Art von Zangenenden gestaltet. Eine Haarsträhne in Ohrhöhe ist mehr oder weniger bis auf den weißen Grund abgearbeitet.
Der qualitätvolle Christus-Kameo entstammt dem Mittelalter. Die überlängt schlanke Formgebung hat frühgotischen Charakter. Die Form der Locken mit den merkwürdigen Zangenenden erkannte Hans Wentzel als typisch für das 13. Jahrhundert (Wentzel 1954, S. 8, Abb. 21, 22). Möglicherweise ist der Kameo französischer Herkunft und der betreffende Steinschneider griff diese Form wieder auf bzw. verarbeitete sie.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VI. 30.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. II. 30.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 45.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 12.03.2026



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