Affenkopf



Affenkopf


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-IV-9
Bezeichnung: Affenkopf
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 17. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: unbestimmt
Material / Technik: von Dunkelbraun bis ins Gold-Gelb schillernd, je nach Lichteinfall; Rückseite konkav ausgeschlegelt
Maße: 2,38 x 1,88 x 0,81 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): (nicht lesbar);


Katalogtext:
Ein Affenkopf en face, nach unten spitz zulaufend, jedoch mit gerundetem Kinn. Die Augen mit Pupillen sind weit geöffnet, die schmalen langen Ohren liegen eng an. Die Kopfrundung über der niedrigen Stirn ist mit gestrichelten Haaren ausgefüllt.
In Völkels Steininventar von 1791 ist die Angabe "Pallas oder Minerva" bereits durchgestrichen und als "fehlt" gekennzeichnet. Hinzugefügt ist "Hier liegt jetzt XII.81". Bei Völkel steht bei XII.81 "Ein Affenkopf. Katzenauge oder Afteria". Pinder (1873) gibt bei B XVI. Tab. B-IV-9 den Affenkopf mit "Achat gelb" an und verweist auf Völkel B XVI. Tab. B-XII-81.
Es handelt sich um eine Kuriosität. Schloß Rosenborg in Kopenhagen besitzt ebenfalls einen Affenkopf aus Katzenauge (Bencard/Hein 1995, S. 62), eine kleine Kapsel mit einem Spiegel auf der Rückseite. Enthalten ist darin ein Riechschwämmchen sowie Miniaturen mit französischen Sinnsprüchen, die Menschen und Affen gleichstellen. Erworben wurde das Kopenhagener Stück vermutlich im Jahre 1647 in Paris. Erwähnt wird in dem Kopenhagener Katalog die ikonographische Bedeutung des Affen als Sinnbild der Eitelkeit.
Bei diesem Stück ist die Rekonstruktion des Zustands nach Völkels Inventar von 1791 nicht gelungen, und die ursprüngliche Kamee "Pallas oder Minerva aus Muschel" konnte nicht identifiziert werden; deshalb blieb dort das interessante Stück mit dem Affenkopf, das Pinder hier eingeordnet hat, liegen.

Stand: November 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VII. 9.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. IV. 9.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. II. 8.
Literatur:
  • Mogens Bencard und Jørgen Hein: Rosenborg. Die Sammlungen der Dänischen Könige. Rosenborg 1995, Abbildung S. 62.


Letzte Aktualisierung: 17.03.2026



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