Herkules



Herkules


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-IV-32
Bezeichnung: Herkules
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: Anfang 17. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: unbestimmt
Material / Technik: weißes Relief auf transluzidem Grund
Maße: 1,95 x 1,56 x 0,69 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "II 28";


Katalogtext:
Der kleine Chalcedonkameo wirkt beinahe monumental in der formatfüllenden herausbrechenden Plastizität des Kopfes. Mit seiner hohen Relieftechnik reicht der Herkuleskopf teilweise über den Steinrand hinaus. Herkules ist im reifen Mannesalter, vollbärtig und mit Weinlaub im Haar dargestellt. Im Dreiviertelprofil blickt er nach rechts. Der Hals ist unmotiviert gerade nach unten abgeschnitten.
Die Details sind stark skulptural herausgearbeitet, deutlich wird dies bei dem ausdrucksvollen Gesichtsausdruck, den partienweise tuffig gelockten Barthaaren, dem individuell gestalteten Ohr und den Weinranken.
Im Archäologischen Museum in Florenz befindet sich ein ähnliches Exemplar, ebenfalls aus Chalcedon, das von Tondo ins 17. Jahrhundert datiert wird (Tondo 1996, Nr. 88; Giuliano 1989, S. 193, Nr. 86).
Erika Zwierlein-Diehl (Archäologisches Institut der Universität Bonn) hält den Dargestellten auf der Kamee nicht für Herkules, sondern für einen Silen.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VII. 32.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. IV. 32.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. II. 28.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 12.03.2026



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