Pansmaske
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-IV-38 |
| Bezeichnung:
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Pansmaske |
| Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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| Datierung:
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16./17. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Italien |
| Material / Technik:
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elfenbein-roséfarbenes Relief auf hellgrauem Grund |
| Maße:
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1,66 x 1,43 x 0,56 cm (Objektmaß)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ D): "II 34";
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Katalogtext:
Der bärtige Panskopf en face blickt, mit leicht geöffnetem Mund und mehrfach hochgewölbten Augenbrauen, wild und erstarrt. Umgeben ist das Gesicht von einem ornamental strukturierten Band, das in der unteren Hälfte aus dem Bart und in der oberen Hälfte aus Weinlaub mit Trauben gestaltet ist. Eine verwandte Kamee befindet sich im Museo Archeologico in Florenz (Tondo 1996, Nr. 208; Giuliano 1989, Nr. 247), jedoch im Hochoval und abweichend mit längeren Bartlocken gestaltet. Übereinstimmend ist das Weinlaub auf dem Haupt mit der symmetrischen Teilung durch die beiden kleinen geschwungenen Ziegenhörner.
Luigi Tondo läßt eine genaue Datierung offen und nennt als möglichen Entstehungszeitraum das 16.-17. Jahrhundert (Tondo 1996, Nr. 208). Dieser Typus einer bacchischen Maske war offensichtlich weit verbreitet. Ein Exemplar befindet sich in London im British Museum (Dalton 1915, Nr. 138, Taf. 8), das Dalton ins 16. Jahrhundert datiert, ein weiteres in Paris (Babelon 1897, Nr. 541, Taf. 55).
Der Fruchtbarkeitsgott Pan, Sohn des Hermes und einer Nymphe, wird mit Hörnern und Bart eines Ziegenbocks dargestellt. Wie die Sage berichtet, versetzte er Wanderer durch sein Erscheinen und lautes Brüllen in "panischen Schrecken". Die symmetrische En-face-Darstellung in Form einer Maske hat wohl auch einen apotropäischen oder magischen Aspekt.
Stand: April 2006
Inventare:
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. IV. 38.
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VII. 38.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. II. 34.
Literatur:
- Ernest Babelon: Catalogue des camées antiques et modernes de la Bibliothèque Nationale. Paris 1897, Kat.Nr. Nr. 541, Taf. LV.
- Ormonde Maddock Dalton: Catalogue of the engraved gems of the post-classical periods in the Department of British and Mediaeval Antiquities and Ethnography in the British Museum. London 1915, Kat.Nr. Nr. 138, Taf. VIII.
- Georg Lippold: Gemmen und Kameen des Altertums und der Neuzeit. Stuttgart 1922, Kat.Nr. Taf. 153, Nr. 9.
- Antonio Giuliano: I cammei dalla Collezione Medicea del Museo Archeologico di Firenze. Rom 1989, Kat.Nr. 247.
- Luigi Tondo: I cammei dei Medici e dei Lorena nel Museo Archeologico di Firenze. Florenz 1996, Kat.Nr. 208.
Letzte Aktualisierung: 17.03.2026