Männlicher Kopf (Apostel Petrus?)
Männlicher Kopf (Apostel Petrus?)
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-IV-39 |
| Bezeichnung:
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Männlicher Kopf (Apostel Petrus?) |
| Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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| Datierung:
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um 1530 |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Deutschland |
| Material / Technik:
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weißes Relief auf transluzidem hellem Grund |
| Maße:
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1,52 x 1,17 x 0,83 cm (Objektmaß)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "II 35";
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Katalogtext:
Der kleine Kameo ist in hohem Relief gearbeitet, der Kopf eines älteren Mannes mit Vollbart en face, leicht nach rechts gewendet tritt dadurch plastisch heraus. Der Reliefgrund ist vollständig verdeckt.
Der Dargestellte verkörpert einen bestimmten Typus mit breitem kahlem Schädel und einer Einzellocke auf der Stirn. Die Kinnpartie ist auffallend verkümmert. Um die Schultern ist ein schlichtes antikisierendes Gewand angedeutet. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen Charakterkopf handelt oder ob eine Darstellung des Apostels Petrus gemeint ist.
Ein verblüffendes Parallelstück in beinahe identischer Größe befindet sich in Wien im Kunsthistorischen Museum (Eichler/Kris 1927, Nr. 412). Der Gewandansatz, selbst Details wie die tuffartigen Baarthaare stimmen exakt überein, lediglich der Mund ist bei dem Wiener Stück geöffnet. Sicherlich muß von derselben Werkstatt ausgegangen werden. Möglicherweise handelt es sich hier um ein Gegenstück und beide Kameen dienten ursprünglich einem Pokal oder ähnlichem als Applikationselemente. Die starke Randbeschädigung bei dem Kasseler Kameo könnte ein Hinweis auf diese ehemalige Befestigung sein.
Eichler und Kris bestimmen die Wiener Kamee als "Deutsch, Ende 16. Jh." (Eichler/Kris 1927, Nr. 412), stilistisch müssen diese beiden Kameen jedoch in die 1. Hälfte des Jahrhunderts gesetzt werden.
In den Steininventaren von Völkel und Pinder wird von einer Silensfratze gesprochen, dabei muß es sich um eine Verwechslung handeln.
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. VII. 39.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. IV. 39.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. II. 35.
Literatur:
- Fritz Eichler; Ernst Kris: Die Kameen im Kunsthistorischen Museum (Publikationen aus den Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Bd. II). Wien 1927, Kat.Nr. Nr. 412, Taf. 58.
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026