Doppelporträt des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel und seiner Gemahlin Maria Amalia (?)



Doppelporträt des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel und seiner Gemahlin Maria Amalia (?)


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-V-4
Bezeichnung: Doppelporträt des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel und seiner Gemahlin Maria Amalia (?)
Künstler / Hersteller: Kasseler Hofwerkstatt
Datierung: Ende 17. Jh.
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: hellbraun bis dunkelviolett; der hellbraune Chalcedon hat in der unteren Partie einen violett bis dunkelvioletten Einschluß; von der Rückseite her ein kreisförmiger Einschluß in Dunkelviolett mit rotem Kern
Maße: 4,5 x 3,39 x 0,7 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "14-12";
Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "III 4";


Katalogtext:
Gestaffeltes Doppelporträt im Profil nach rechts. Bei der vorderen männlichen Gestalt, die wahrscheinlich Landgraf Karl darstellen soll, langes, gelocktes Haar, das weich in den Nacken fällt. Das Gewandstück bzw. die Rüstung und der Mantel mit einer kleinen Fibel wölben sich in hohem Relief heraus. Die hinter ihn gesetzte Gemahlin Landgräfin Maria Amalia (?) zeigt einen Gewandansatz und eine Lockenandeutung oberhalb der Stirn.
Die typische Matt-Glanz-Technik und der charakteristische hessische Chalcedon sprechen für die Kasseler Hofwerkstatt. Als Begründung für die Mittelmäßigkeit des Stücks wäre anzuführen, daß diese Kamee zu den 60 hinterlassenen Stücken Christoph Labharts (Völkel 1805 (1987/88), S. 20, Anm. 27; vgl. auch hier die Einleitung) gehört und unvollendet geblieben ist. Möglich wäre auch, daß der Steinschnitt von seinem Sohn oder Bruder geschaffen wurde.
Zur stilistischen Einordnung aufgrund der charakteristischen Merkmale siehe die detaillierte Beschreibung bei Meyer (Meyer 1973, S. 92-96).

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXII. 4.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. V. 4.
  • No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 14.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 4.
Literatur:
  • Ludwig J. Völkel: Geschichte der Gemmen-Sammlung im Museo (1805). Abgedruckt in: Höcker 1987/88, S. 17-36. 1805 (1987/88), S. 20, Kat.Nr. Anm. 27.
  • Meyer, Klaus-Heinrich: Studien zum Steinschnitt des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Werkstatt am Hofe von Hessen-Kassel in den Jahren 1680–1730. Hamburg 1973, S. 92-96, bes. S. 95, Kat.Nr. Nr. B-12, Taf. 8,7.


Letzte Aktualisierung: 16.03.2026



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