Maria



Maria


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-V-20
Bezeichnung: Maria
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: um 1700
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Italien
Material / Technik: helles Grün mit hellbeige-grauer Streifung
Maße: 3,37 x 2,75 x 0,51 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "41-40";


Katalogtext:
Das weibliche Brustbild ist nach links ins Profil gewendet, ein Umhangtuch ist über den Hinterkopf gezogen. Das hochovale Relief ist medaillonartig vertieft in einen achteckigen Rahmenstreifen eingearbeitet.
Die Reliefdarstellung ist ähnlich flach gearbeitet wie bei der Lapislazuli-Kamee B XVI. Tab. B-V-18, unterscheidet sich aber im Typus. Die hier besprochene Malachit-Kamee wird von Pinder im Inventar von 1873 als "Vestalin" bezeichnet, sicherlich ist aber Maria gemeint. Der Vestalinnen-Marien-Typus zeigt hier im Vergleich zu der mythologischen Gestalt der Artemis/Ceres (B XVI. Tab. B-V-18) eine stärkere Verhüllung und keinerlei Haaransatz. Der Gesichtsausdruck ist bei dem hier besprochenen Steinschnitt schlichter und nicht so individuell und kapriziös wie bei B XVI. Tab. B-V-18.
Möglicherweise war dieses Medaillon als Amulett, vielleicht auch für einen Rosenkranz, konzipiert.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXII. 20.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. V. 20.
  • No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 41.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 19.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 13.03.2026



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