Weibliches Brustbild; Gegenstück zu B XVI. Tab. B-V-26



Weibliches Brustbild; Gegenstück zu B XVI. Tab. B-V-26


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-V-24
Bezeichnung: Weibliches Brustbild; Gegenstück zu B XVI. Tab. B-V-26
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 16. Jh. (?)
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: unbestimmt
Material / Technik: kräftiges Orangerot
Maße: 3,47 x 2,26 x 0,66 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "Fastra Dam.V:xoypt:ph";


Katalogtext:
In erhöhter Randleiste ein weibliches Brustbild im Profil nach rechts, mit kräftiger, leicht gebogener Nase, Diadem und kleinteilig geordneter Frisur, die das Ohr freiläßt. Die Haare sind in Reihen nach hinten gezogen, im Nacken zusammengefaßt und in gedrehter Form wieder am Hinterkopf nach oben geführt und flach befestigt. Schlichtes Gewandstück mit ovalförmigem Brustausschnitt.
Völkel erwähnt im Inventar von 1791, daß der Kopf als Fastradana "Gemalin des Königs Ptolem. Philadelphi" bezeichnet wird, er aber vielmehr der "Julia Mammaea" gleicht. Pinder spricht dann nur noch von "Julia Mammaea", allerdings mit Einschränkung. Die Bildnisse der Julia Mamaea zeigen die gezogenen Wellenhaare und das umgebogene flache Haarnest, sie war die letzte der "syrischen Frauen" (Hafner 1993, S. 152f.).
Das Gegenstück B XVI. Tab. B-V-26 ist ebenfalls aus Karneol geschnitten, lediglich um 3 mm breiter, dadurch wirkt die weibliche Darstellung insgesamt kompakter und das Relief etwas plastischer. Beide Steinschnitte sind als Paar konzipiert und stammen mit Sicherheit von derselben Hand. Die Technik der beiden Karneolschnitte ist relativ schlicht und auffallend hart in der Modellierung, möglicherweise gehören sie zu der Gruppe der 60 liegengebliebenen Stücke nach Labharts Tod (Völkel 1805 (1987/88), S. 20, Anm. 27; vgl. auch hier die Einleitung).

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXII. 24.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. V. 24.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 23.
Literatur:
  • Ludwig J. Völkel: Geschichte der Gemmen-Sammlung im Museo (1805). Abgedruckt in: Höcker 1987/88, S. 17-36. 1805 (1987/88), S. 20, Kat.Nr. Anm. 27.


Letzte Aktualisierung: 16.03.2026



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