Galba (römischer Kaiser 68-69 n. Chr.)



Galba (römischer Kaiser 68-69 n. Chr.)


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-V-41
Bezeichnung: Galba (römischer Kaiser 68-69 n. Chr.)
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: um 1600 (?)
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Italien (?)
Material / Technik: zweischichtig und gefleckt: Reliefkopf aus der oberen orangeroten Schicht; Schleife des Lorbeerkranzes und der Hintergrund aus der transluziden hellgrauen Schicht, die unregelmäßige orangerote Flecken aufweist
Maße: 3,58 x 2,84 x 0,94 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "134-178 / Galba Caesar";


Katalogtext:
Der ausdrucksvolle Charakterkopf eines Imperators im Linksprofil ist aus einem ungewöhnlich zweifarbigen Karneolonyx herausgearbeitet. Dargestellt ist sicherlich der römische Kaiser Galba (3 v. Chr. - 69 n. Chr., reg. 68-69 n. Chr.) mit seinem sehr markanten Profil durch die charakteristische höckrige Nase, mit Lorbeerkranz im Haar, das Schleifenband des Lorbeerkranzes verbleibt in der hellgrau-beigen Schicht des Grundes. Das Altersporträt des Kaisers weist Falten und Erhebungen an der Hals- und Wangenpartie auf, der Wangenknochen tritt stark hervor. Der Hals ist überlängt und schließt den stark plastisch gebildeten Halsabschnitt zweifach konkav eingezogen ab. Im hellen Hintergrund sind orangerote Einschlüsse, vor allem links vor der Mund-Kinn-Partie. Die orangerote obere Schicht ist übersät mit einer feinen kreisförmigen Linienmaserung.
Ein ähnlicher Galbakopf an einem Stockholmer Prachtgefäß (vgl. Boström/Fogelmarck/Losman 1982, S. 81), jedoch nach rechts gerichtet.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXII. 41.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. V. 41.
  • No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 134.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 39.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 13.03.2026



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