Kopf eines römischen Kaisers
Kopf eines römischen Kaisers
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-V-42 |
| Bezeichnung:
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Kopf eines römischen Kaisers |
| Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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| Datierung:
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17. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Italien |
| Material / Technik:
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weißes Relief auf transluzidem hellgrauem Grund |
| Maße:
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1,85 x 1,27 x 0,67 cm (Objektmaß)
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Katalogtext:
Auf kleinem Format ein Kopf mit Brustansatz eines bartlosen antiken Imperators im Profil nach links, der Lorbeerkranz wird durch eine Schleife gehalten. Über seiner linken Schulter ist eine Toga mit einer Schließe angedeutet. Das Relief ist stark hinterschnitten.
Völkel vertritt in seinem Steininventar die Ansicht, daß der Kopf eines römischen Kaisers dargestellt sei, aber nicht der des Trajan (reg. 98-117 n. Chr.), wofür er damals gehalten wurde. Eine Identifizierung des Imperators ist wegen der Verallgemeinerung der Gesichtszüge nicht möglich.
Möglicherweise gehört der Kameo zu einer Imperatorenserie. Derartige Serien waren sehr verbreitet und zu dekorativer Verwendung bestimmt; so ist bekannt, daß Heinrich IV. von Frankreich solch eine Imperatorenserie als Mantelknöpfe verwendete (Eichler/Kris 1927, Nr. 357-368).
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXII. 42.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. V. 42.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. III. 40.
Literatur:
- Fritz Eichler; Ernst Kris: Die Kameen im Kunsthistorischen Museum (Publikationen aus den Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Bd. II). Wien 1927, Kat.Nr. Nr. 357-368, Taf. 53.
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026