Weibliches Brustbild
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-VI-19 (B II.641) |
| Bezeichnung:
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Weibliches Brustbild |
| Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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| Datierung:
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2. H. 16. Jh./Anfang 17. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Oberitalien |
| Material / Technik:
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milchig-weißes Relief auf transluzidem hellgrau-weißem Grund |
| Maße:
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3,31 x 2,98 x 0,82 cm (Objektmaß)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "6-4"; Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "IV 18";
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Katalogtext:
Der Kameo zeigt die Darstellung eines weiblichen Brustbilds im Profil nach links im typischen Renaissancekostüm. Das reich und enggefältelt drapierte Gewand mit einem breitgezogenen bärtigen Maskaron auf ihrer linken Achsel läßt beide Brüste frei. Um den Hals eine Perlenkette, das Ohr perlengeschmückt. Das Haar der Dame ist kunstvoll frisiert und mit Bändern und einem auf den Rücken herabfallenden Kopfschleier drapiert.
Dieser Frauentypus existiert in zahlreichen Varianten auf Kameen des 16. Jahrhunderts. Typisierte Darstellungen sind verbreitet, sozusagen als weibliches Pendant zu den zahllosen typisierten Imperatorenbildnissen. Beliebig werden die Dargestellten als Margarete von Österreich, Maria Stuart, Elisabeth von England, Bianca Capello oder Lucretia de' Medici interpretiert (Weber 1992, Nr. 71ff.).
Der Maskaron auf der Schulter der vorliegenden Darstellung könnte als ein Hinweis auf eine Identifizierung als Muse zu verstehen sein.
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXIII. 19.
- No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 6.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. IV. 18.
Literatur:
- Ingrid S. Weber: Kostbare Steine. Die Gemmensammlung des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz. München 1992, Kat.Nr. Nr. 71ff.
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026