Brustbild eines eines römischen Kaisers
Brustbild eines eines römischen Kaisers
|
| Inventar Nr.:
|
KP B XVI. Tab. B-VI-42 |
| Bezeichnung:
|
Brustbild eines eines römischen Kaisers |
| Künstler / Hersteller:
|
Kasseler Hofwerkstatt
|
| Datierung:
|
Ende 17. Jh. |
| Objektgruppe:
|
Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
|
Kassel |
| Material / Technik:
|
milchig weißes Relief mit rötlichem Hauch auf hellgrauem Grund; die Grundplatte hat rote und schwarze Einschlüsse, hauptsächlich von der Rückseite her sichtbar |
| Maße:
|
3,39 x 2,62 x 0,77 cm (Objektmaß)
|
Beschriftungen:
|
Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "[...] - 102"; Aufkleber: Aufkleber, lose (Typ B): "IV 39";
|
Katalogtext:
Der bartlose Imperator blickt im Profil nach rechts, der Blick ist streng und etwas starr. Auf seinen Haaren ein Lorbeerkranz, das kaiserliche Attribut, mit zum Nacken hin herabhängender Schleife mit flatternden Bändern. Über der Rüstung trägt er eine Toga, die durch eine Schließe über seiner rechten Schulter gehalten wird. Möglicherweise gehört die Kamee zu einer Imperatorenserie. Wen der Imperator darstellt, ist wie so häufig schwer bestimmbar. Es könnte möglicherweise Domitian sein. Weber stellt bei einer Imperatorenserie der Münchner Münzsammlung fest, daß "die Physiognomien so wenig charakteristisch sind, daß eine Benennung der Dargestellten nicht möglich ist" (Weber 1995, S. 77).
Die Stilverwandtschaft zu einer weiteren Kasseler Imperatorenkamee (B XVI. Tab. B-VI-44) ist auffällig, beide Stücke stammen wohl von derselben Hand. Häufig wurden solche Imperatorenserien für dekorative Zwecke verwendet.
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXIII. 42.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. VI. 42.
- No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 96 (?).
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. IV. 39.
Literatur:
- Ingrid S. Weber: Geschnittene Steine des 18. bis 20. Jahrhunderts. Vergessene Kostbarkeiten in der Staatlichen Münzsammlung München. München 1995, S. 77.
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026