Brustbild eines römischen Kaisers
Brustbild eines römischen Kaisers
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-VI-44 |
| Bezeichnung:
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Brustbild eines römischen Kaisers |
| Künstler / Hersteller:
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Kasseler Hofwerkstatt
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| Datierung:
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Ende 17. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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Kassel |
| Material / Technik:
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milchig weißes (mit rötlichem Hauch) Relief auf hellgrauem Grund; Grundplatte mit roten Einschlüssen, vor allem an der Rückseite sichtbar |
| Maße:
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2,84 x 2,17 x 0,84 cm (Objektmaß)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "111-119"; Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "IV 41";
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Katalogtext:
Offensichtlich von derselben Hand wie der Kasseler Imperatorenkameo B XVI. Tab. B-VI-42. Die stilistische Verwandtschaft fällt bei der Darstellung der Rüstung mit darüberliegender Toga auf, die Schüsselfalten und die Punktierung auf dem Panzerstück der Achsel sind übereinstimmend behandelt. Auffallend ähnlich sind auch das Ohr und die Darstellung der Augen, bei der die Pupillenbohrung nahezu ins obere Augenlid gesetzt ist.
Der Kopf auf der hier besprochenen Kamee ist ins Profil nach links gerichtet. Die Kamee ist jedoch kein Gegenstück zu der oben erwähnten, da die hier besprochene etwas kleiner ist. Das Kinn des Imperators ist so schwer beschädigt, daß es entstellt und stark fliehend wirkt. Wahrscheinlich ist Trajan gemeint.
Bei diesem Stück kann man gleichfalls an die hessische Werkstatt denken, die für dekorative Zwecke gezielt solche Imperatorenköpfe herstellte. Die beiden Imperatorenkameen wirken relativ einfach gearbeitet, möglicherweise bedingt durch die Verwendung, da sie lediglich für eine Fernsicht geplant waren oder unfertig liegengeblieben sind.
Stand: November 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXIII. 44.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. B. Tab. VI. 44.
- No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 111.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. IV. 41.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 13.03.2026