Männlicher Kopf (Flußgott?)



Männlicher Kopf (Flußgott?)


Inventar Nr.: KP B XVI. Tab. B-VII-28
Bezeichnung: Männlicher Kopf (Flußgott?)
Künstler / Hersteller: Christoph Labhardt (1644 - 1695)
Datierung: um 1690
Objektgruppe: Gemme / Kamee
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: nach vorn abgeschrägter Rand
Maße: 2,85 x 2,54 x 0,68 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ A): "56-58";
Aufkleber: rückseitig Aufkleber (Typ B): "V 28";


Katalogtext:
Ein bärtiger männlicher Kopf im Profil nach rechts mit zotteligem langsträhnigem Haar. Als ungewöhnlich fällt das achteckige Format auf. Meyer (Meyer 1973, Nr. G-5) schreibt diese Arbeit Christoph Labhart zu und bezeichnet den sehr bewegt gestalteten Kopf als mythologische Figur, als Flußgott oder Kentaur. Er charakterisiert den Stil als "kräftiges, hohes Relief; das Profil mit Steg und Tendenz zur plastischen Ausarbeitung der Seitenansicht. Iris gebohrt. Vergleichbar mit dem männlichen Kopf mit der Krone auf Bergkristallschale in Kopenhagen: A-1 (Tafel 3,5-8)" (Meyer 1973, Nr. G-5).
Charakteristisch bei diesem Stück ist die Differenzierung des matten Inkarnats und der übrigen poliert bearbeiteten Partien einschließlich des Grundes. Dieser sogenannte Matt-Glanz-Kontrast ist eine spezielle Eigenart der hessischen Steinschnitte.

Stand: April 2006


Inventare:
  • Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXI. 28.
  • Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. Tab. VII. 28.
  • No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 56.
  • Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. V. 28.
Literatur:
  • Meyer, Klaus-Heinrich: Studien zum Steinschnitt des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Werkstatt am Hofe von Hessen-Kassel in den Jahren 1680–1730. Hamburg 1973, S. 78ff, 93, Kat.Nr. Nr. G-5, Taf. 16,5 u. 3,5-6; Nr. A-1, Taf. 2-4.


Letzte Aktualisierung: 13.03.2026



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