Weiblicher Kopf (Kleopatra?)
Weiblicher Kopf (Kleopatra?)
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| Inventar Nr.:
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KP B XVI. Tab. B-VII-46 |
| Bezeichnung:
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Weiblicher Kopf (Kleopatra?) |
| Künstler / Hersteller:
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unbekannt
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| Datierung:
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Anfang 17. Jh. |
| Objektgruppe:
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Gemme / Kamee |
| Geogr. Bezug:
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unbestimmt |
| Material / Technik:
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das gesamte Relief einschließlich des Hintergrunds aus der oberen weißen Schicht; zur hellbeigen Grundplatte hin tiefe Einkehlung |
| Maße:
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1,8 x 1,49 x 0,59 cm (Objektmaß)
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Beschriftungen:
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Aufkleber: Aufkleber, lose (Typ A): "115-138"; Aufkleber: Aufkleber, lose (Typ B): "VII 46"; Aufkleber: Aufkleber, lose (Typ D): "V 46";
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Katalogtext:
In flachem Relief ist ein weibliches Bildnis im Linksprofil fein herausgearbeitet, die Haare sind mit einem Schleiertuch drapiert, am Ohr ein Perlengehänge.
Eng verwandt ist der Darstellungstypus mit der größeren und hervorragenden Kleopatra-Kamee B XVI. Tab. B-VII-18. Bei der hier besprochenen Kamee fehlt das Attribut der Schlange. Das Schleiertuch zieht sich ebenfalls über die hintere Wange nach vorne und entspricht der oben erwähnten Darstellung, wirkt hier jedoch wie ein gewellter Gesamthintergrund. Am Halsabschnitt eine unmotiviert lange Lockensträhne, die bei flüchtigem Blick auch als Schlange interpretiert werden könnte. Möglicherweise wurde hier der Typus mißverstanden. Das Exemplar ähnelt durch seine weich-malerische Arbeit einem Muschelschnitt.
Ein ähnliches Exemplar in Berlin (Furtwängler 1896, Nr. 11415), das bei der Ausstellung in Bayreuth 1998 präsentiert wurde (Weber 1998, Nr. 146). Ein weiteres in der Bibliothèque Nationale in Paris (Babelon 1897, Nr. 670); beide Stücke sind später als die Kasseler Kamee zu datieren.
Stand: April 2006
Inventare:
- Verzeichniß der geschnittenen Steine. (verfertigt von L. Voelkel 1791.) SMK, Archiv HLM., Nr. Tab. XXI. 46.
- Vorliegendes Inventar der Gemmen des Museums zu Cassel wurde nach vollzogener Umordnung sämtlicher Gemmen von mir aufgestellt und abgeschlossen im Mai dieses Jahres., Nr. Tab. VII. 46.
- No 9. Designation Von denen geschnittenen Edelgesteinen, Medaillen von Gold, Silber und Kupfer, ingleichen Müntzen (Elfenbein und in Wachß und Thon poussirten portraits) so zu folge. (1730) 1753, Nr. 115.
- Gemmenliste ohne den Pretiosenbestand, aufgestellt von Eduard Pinder zwischen 1882 und 1897. SMK, Archiv HLM. 1882-1897, Nr. Tab. V. 46.
Literatur:
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Letzte Aktualisierung: 13.03.2026